BMW i Serie Prototyp Teile

Durch RAPID PRODUCT in die Zukunft mit BMW i8 und i3

Des Öfteren kommt es vor, dass über eine Entwicklung kontroversiell diskutiert, begutachtet und berichtet wird. Auch die beiden jetzt serienreifen Prototyp Fahrzeugen für E-Mobilität aus den bayrischen Motorenwerken, i3 und i8, werden in diversen Magazinen und Medien sowohl hochgelobt und bewundert als auch zerrissen. Letzteres liegt, bei unbestreitbarem, modernem Design, wahrscheinlich am Serienpreis von rund € 50.000 für den BMW i3 und € 160.000,- für den BMW i8, sowie den derzeit für Elektroautos üblichen realistischen Reichweiten. Wir sprechen hier von ca. 100-150 km bei reiner elektrischer Betriebsart beim i3.

 Enorm wichtig für die Reichweite ist, abgesehen vom Fahrverhalten, die zur Verfügung gestellte Leistung im Verhältnis zum Gesamtgewicht des Fahrzeugs.  Je weniger Masse zu bewegen ist, umso weniger Energie wird verbraucht. Kehrseite: umso weniger Masse steht für die Rekuperation zur Verfügung. Aber das steht auf einem anderen Blatt, weil ideale Verhältnisse hier erst ermittelt werden. Ob es hier bei den möglicherweise aufgeblasenen Karosserie- und Komfortverhältnissen verbrennungsmotorbetriebener Fahrzeuge bleibt, ist allerdings zu bezweifeln.

 

„Intelligenz… die Fähigkeit, die Umgebung zu akzeptieren, sich anzupassen.“ (William Faulkner)

 

BMW Prototyp Detailzeichnung

BMW Prototyp Detailzeichnung

 

 

Die technische Herausforderung ist es nun, Fahrzeuge serientauglich leichter zu machen, also günstig mit einfachen und austauschbaren Komponenten zu versehen. Im Austausch für Stahlkomponenten werden, bei gleichen mechanischen Belastbarkeiten, Aluminiumteile verwendet. Die Verformungswerkzeuge für solche Serienteile sind dermaßen teuer (mehrere hunderttausend Euro), dass die gleiche Erzeugung dieser Teile als Prototypen schlichtweg nicht leistbar ist. Damit kommt unser Konzept des RAPID PRODUCT wieder voll zum Einsatz.
Die Herstellung von Prototyp Teilen aus denselben Materialien bedarf also spezieller Methoden, Erfahrung und auch etwas Mut oder besser der Zuversicht, es zu schaffen.

 

BMW Prototyp CAD Detailkonstruktion

BMW Prototyp CAD Detailkonstruktion

 

 



Bis zu 64 verschiedene Teile pro Fahrzeug, Brücken, Halter, Träger, Anbindungen und Lagerböcke wurden zunächst gemeinsam entwickelt und danach gebogen, gefräst, geschweißt und Gewindesätze eingepresst. Selbstverständlich mit Messprotokoll und zertifizierter Herstellungsweise, da BMW die Qualitätssicherung zur Gänze von den Zulieferern leisten lässt. Fehler wären erst nach dem Zusammenbau bei BMW zu größeren Fahrzeugteilen feststellbar. An sich kleine Fehlerkosten würden sich damit potenzieren.

 

 

CREDITS:
Fotos:  INDAT
Text: Chris Steiner
Projektleiter: Gerhard Eberl

 

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