Halbspitzen Sondermaschine

Halbspitzen Sondermaschine

Sondermaschine zur Bearbeitung von Schrauben für die Holzindustrie

Holz ist ein kaum wegzudenkendes Produkt für Dach- und Stützkonstruktionen in Wohnhäusern, Restaurants und Hallen. Unser Kunde ist Spezialist für die Erzeugung von Spezialschrauben – im aktuellen Fall mit bearbeiteter Spitze: der Vorteil der Halbspitze gegenüber Vollspitze liegt bei der wesentlich geringeren Rissbildung, was eine Erhöhung der Tragfähigkeit des Grundmaterials (Holz) bewirkt. Die Halbspitze zerschneidet die Holzfaser an der Eindringstelle und vermeidet so das Verdrängen des Holzes durch den Schraubenansatz. Zusätzlich lassen sich die Schrauben durch das Anschneiden der Holzfasern leichter in das Grundmaterial drehen – eine große Erleichterung für die Monteure bei Schrauben von bis zu einem Meter Länge. Die Schrauben wurden bisher mit einer Sondermaschine hergestellt, welche einen Output von 6 Stk. / min hatte.

Schraubenlaenge von 100mm bis 1000mm

Aufgabenstellung: Steigerung der Produktivität

Die Anforderung war eine effizientere Sondermaschine, welche die mittels Zuführung eingebrachten Schrauben fräst, entgratet und auswirft. Der Durchmesserbereich variiert dabei zwischen Ø8 bis Ø10 mm, die Schraubenlängen zwischen 100 bis 1.000 mm. Auch das Gewicht der Schrauben ist eine variable Größe zwischen 20g/Stk. bis zu 400g/Stk. Bei der Verarbeitung werden sie nicht gereinigt und in leicht öligem Zustand eingebracht. Bei der Auslegung der Fräser war auf vorhandenes Werkzeug des Kunden zurückzugreifen. Der Qualitätsstandard in Bezug auf Fräsen und Entgraten liegt dabei auf höchstem Niveau. Ebenso selbstverständlich war auch die Einhaltung von anzuwendenden Normen, Verordnungen und Gesetzen, sowie ein möglichst geringer Energieaufwand. Letzteres ist auch der Grund für die ungewöhnliche Neigung der Zuführungsvorrichtung der Sondermaschine: dadurch werden die Schrauben nur durch die Schwerkraft und ohne Zwangseinführung automatisch zugeführt. Zu meistern war auch eine 3-Achsen- Zwangssteuerung: Vorschubbewegung der Fräseinheit, der Schleifeinheit sowie die Drehbewegung der Schraubenzuführung, welche über ein Rotorblockschrittgetriebe gelöst wurde.

CREDITS:
Fotos:  INDAT
Text: Chris Steiner
Projektleiter: Wolfgang Rosenbaum
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