Long Distance Art

Kunst mit Distanz

Nach dem Konzept von Strukt zeichnete Alex Kiessling im Museumsquartier in Wien 3 Bilder, die Bewegungen wurden im Raum analysiert und die Koordinaten an einen Roboterarm (ABB IRB 4600) übermittelt, welcher am Trafalgar Square in London bzw. auf den Breitscheidplatz in Berlin stand. Dadurch entstehen von jedem Original zwei weitere Originale. Das Ergebnis ergibt ein Triptychon aus drei Zeichnungen, die zusammen das Kunstwerk ergeben.

 

 

„Ein Urheber, drei Originale“

Obwohl rechtlich betrachtet nur ein Kunstwerk gezeichnet wird, so sind es doch 3 Originale die hier entstanden sind: Die Daten bestimmen, welche Bewegung unser Industrie-Roboter ausführt. Die vermeintlichen Ausreißer gegenüber dem Bild in Wien stammen vom Blitzlicht einiger Fotografen die damit den Infrarotrahmen gefüttert haben. Beim Testaufbau war selbst eine auf der Künstlerleinwand gelandete Fliege Grund für ungewollte Roboterbewegungen. Was jetzt hier als Kunstwerk angesehen werden kann, bleibt den Spezialisten überlassen.
Mit den maschinellen Interpretationen der beiden ABB IRB 4600 gelang es mit Long Distance Art auf medial sehr wirksame Weise der gewünschten Aussage des Wien Tourismus Rechnung zu tragen: Zeichnungen oder Kopien sind überall zu sehen. Aber nur in Wien ist das Original.

 

INDAT und Long Distance Art

Den Verwendungszweck von bereits bestehender Technik verändern und so neue Möglichkeiten erzeugen. Variable Systeme für den Einsatz bei größtmöglicher Genauigkeit schaffen. Das waren die beiden großen Aufgabenstellungen bei diesem Projekt. Mehrere Monate Testzeiten der Schnittstellen zwischen Mensch, Computer, Software und Maschine, bzw. Informationserzeuger und -verwerter waren notwendig. Mehr zu den technischen Herausforderungen lesen Sie in unseren Blogbeitrag Long Distance Art – Rapid Product einmal anders.

 

Videos und Medienberichte:

Wien Tourismus: Das war Long Distance Art – ein Kunstprojekt mit Alex Kiessling

Spiegel Online: Simultankunst mit Robotern: Ein Urheber, drei Originale

ABB Conversations: Robotic art – from a distance

BBC online: Live ‚robot art‘ created in three cities

Rolling Stone Magazin Brazil: Artista cria mural simultaneamente em três países diferentes

 

Credits:

Kunde: STRUKT / Wien Tourismus

Künstler: Alex Kiessling

INDAT-Programmierer: Roman Aigner, Thomas Mayer

Roboter: ABB

INDAT-Projektverantwortung und Projektleitung London: Chris Steiner

INDAT-Projektleitung Berlin: Markus Leopold

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